H1: Eine weitere Niederlage zum Saisonende

 Spielberichte Manager  07 Mai 2019   0 Comments
 

Die Seen Tigers schliessen die Saison mit einer 25:33-Niederlage gegen den SV Fides St. Gallen ab. Es war eine Saison, die vor allem vom personellen Umbruch und Verletzungen geprägt war.

In der Umbruchsaison nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Das war das Ziel der Tigers für die vergangene Saison. Ein Ziel, das bereits im Winter ziemlich problemlos erreicht wurde. Aus dieser Warte eine erfolgreiche Saison für die Winterthurer. Doch der Schein täuscht.

Die Leistungen und das Spiel der Winterthurer haben sich nicht so entwickelt, wie man das erwarten durfte. Der Trainerwechsel zu Chi-Hyo Cho hat noch nicht gefruchtet. Trotzdem ist es richtig, mit Cho auch in die neue Saison zu starten. Ein Aufbau braucht Zeit, ein erneuter Umbruch wäre zu viel. Die Tigers lebten in den erfolgreichen, fetten Jahren auch von der Kontinuität, dahin müssen sie jetzt zurück und das geht nicht mit einem zusätzlichen Trainerwechsel.

Die zweite Tigersstärke in den fetten Jahren war die Teambreite, diese fehlte dieses Jahr. Die Langzeitverletzten Oliver Nussli, Sharr Ramadani, Jonas Keller und Dimitri Müller fehlten den Tigers, ebenso Roman Singler, der während der Saison zu Kreuzlingen wechselte und dort den Aufstieg anstreben will. Er wird auch im kommenden Jahr nicht zu den Tigers zurückkehren. Das Angebot von Kreuzlingen war zu verlockend.

Mehrmals reisten die Winterthurer mit nur sechs Feldspielern zu den Spielen. Zum Saisonauftakt in Aarau gab es eine Klatsche, so wie zum Saisonabschluss am vergangenen Wochenende gegen Fides, wobei gegen Fides wenigstens Stephan Gilgenrainer und Christoph Meili während des Spiels hinzustiessen. Einzig gegen Magden/Möhlin gewannen die Winterthurer trotz personellem Minimalbestand.

Das Problemkind der Winterthurer war der Rückraum. Am vergangenen Wochenende musste von Ballmoos die Rückraumposition spielen, er tat dies mehr schlecht als recht. Die Nachfolgelösung für Raphael Liniger ist noch nicht etabliert. Singler wäre vorgesehen gewesen, doch der ist nun bereits wieder weg. Auch die Ausfälle von Müller und Nussli konnten nicht kompensiert werden. Wie auch? Kaum ein Team ist in der Lage, ohne finanzielle Mittel den Ausfall der gesamten ersten Rückraumlinie über so lange Zeit zu kompensieren.

Bei allen Widrigkeiten hatten die Tigers auch Glück. Das Niveau der Liga ist deutlich tiefer als noch in den vergangenen Jahren, als die Tigers jeweils bis in die Aufstiegsspiele kamen. Der Sieg in Möhlin mit sechs Feldspielern ist sinnbildlich für den Zustand der Liga. Möhlin steigt zwar gleich wieder ab, aber Kloten schaffte den Ligaerhalt am letzten Spieltag.

Für nächste Saison müssen sich die Tigers sowohl in der Spitze wie auch in der Breite verstärken, das Ziel wird wieder der Ligaerhalt sein müssen, alles andere scheint im Moment utopisch. Denn es wird sicher nicht mehr so einfach wie diese Saison. Auch nicht so einfach sind Transfers ohne finanzielle Mittel. Mit Andelfingen und Frauenfeld sind in der unmittelbaren Region gleich zwei 1. Liga-Konkurrenten, wovon sicher einer über finanzielle Mittel verfügt und diese auch einsetzt. Dazu kommt die NLB-Truppe von Pfadi.

Andelfingen und Frauenfeld haben die Saison besser abgeschlossen als die Tigers. Einerseits, weil sie konstanter agierten, andererseits aber auch, weil sie die nötige Einstellung hatten. Diese liessen die Tigers auch phasenweise gegen Fides wieder vermissen. Der Glaube an den Sieg fehlte vor allem in der Schlussphase. Die Winterthurer lagen zehn Minuten vor Schluss nur drei Tore zurück, ein Punktegewinn wäre durchaus möglich gewesen. Doch es war wie so oft in dieser Finalrunde. Den Winterthurern fehlten die Energie und der Wille.

Am Schluss war es eine Niederlage mehr. Eine Niederlage in einem unbedeutenden Spiel. Die aber aufzeigt, dass die Tigers ihre Hausaufgaben machen und für nächste Saison eine breitere Mannschaft stellen müssen.

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