H1: Klatsche im Baselbiet

 Spielberichte Manager  19 Nov 2018   0 Comments
 

Die Seen Tigers gerieten gegen den Co-Leader HSG Leimental im Kampf um den Platz an der Sonne der Tabelle bös unter die Räder. Die dezimierten Winterthurer lagen von Beginn weg in Rückstand und unterlagen den Gastgebern deutlich mit 21:35 (8:17).

Die Tigers reisten mit gemischten Gefühlen zum Auswärtsspiel in die Nordwestschweiz. Zum einen mit dem Willen, Revanche zu nehmen für die bittere Heimniederlage im September und dem Bewusstsein, dem Gegner mindestens ebenbürtig gewesen zu sein; zum anderen mussten mit den Abwesenheiten der Flügelakteure von Ballmoos und Ramadani zwei gewichtige Absenzen verdaut werden. Zudem haben die Tigers in der Defensive in den letzten Spielen ein offensichtliches Problem. Die physisch starken Basler erwischten einen guten Start in die Partie, reüssierten gleich mit der ersten Aktion und lagen fortan in Front. Die Winterthurer kamen hingegen nicht aus den Startlöchern, wirkten unkonzentriert, ja phasenweise lethargisch. Offensiv enttäuschten sämtliche Akteure von A bis Z; was auf das Tor kam, wurde zu oft eine Beute des gut disponierten Torhüters des Heimteams oder landete am Aluminium. Leimental skorte in der Zwischenzeit munter und so verwunderte das Pausenresultat von 8:17 keineswegs. Erschwerend kam hinzu, dass Cedric Kiss nach 25 Minuten und der bereits dritten Zeitstrafe vom Spiel ausgeschlossen wurde.

Der Start in die zweite Halbzeit gelang minim besser und man durfte sich Hoffnung machen, dass unter dem Strich wenigstens ein halbwegs erträgliches Resultat zu Buche stehen würde. Der sich abzeichnende Silberstreifen am Horizont verblasste jedoch jäh; die Tigers fielen in alte Muster zurück. In der Offensive herrschten anarchische Zustände, was sich in den katastrophalen Wurfquoten der Rückraumakteure widerspiegelte. Die Basler hatten offensichtlich Spass am Spielgeschehen und schraubten das Skore stetig in die Höhe und siegten am Ende auch in dieser Höhe mehr als verdient.

Können, müssen, sollen, dürfen, wollen – eine Reaktion der Tigers ist nun aus sämtlichen Blickwinkeln gefragt. Durch den Sieg des nächsten Gegners HSG Siggenthal im Duell mit den Red Dragons Uster beträgt der Vorsprung der Seemer auf den Trennstrich bei vier ausstehenden Partien acht Punkte. Druck lastet keiner mehr auf den Schultern; vielmehr sollte der Anspruch an sich selbst bestehen, mit Freude erfolgreich die nächsten Spiele zu gestalten. Die Seemer haben bewiesen, dass sie jeden Gegner der Liga schlagen können, wenn denn Einstellung und Kampfeslust stimmen. Die HSG Siggenthal wird kommenden Samstag diese Werte arg auf die Probe stellen. Die junge Truppe von Sascha Schönholzer liegt aktuell auf Rang 4 und steckt noch mitten im Strichkampf. Das Hinspiel entschieden die Tigers nach einer exzellenten ersten und einer mässigen zweiten Halbzeit mit 28:23 zu ihren Gunsten. Es war dies wohl die beste Abwehrleistung der Winterthurer im bisherigen Saisonverlauf; wollen die Tigers wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren, sind sie gut beraten, an diese Defensivleistung schnellstmöglich wieder anzuknüpfen.

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