H1: Kopflos, charakterlos, sieglos

 Spielberichte Manager  21 Mrz 2018   0 Comments
 

Die Seen Tigers unterliegen dem TV Appenzell mit 30:33. Das Team verlor in der zweiten Halbzeit völlig den Kopf, die Nerven und am Schluss das Spiel.

1:5 nach 6 Minuten. Ein Start mit Symbolkraft. Die Konzentration und der Fokus auf das Spielgeschehen war in diesem Moment bei den Tigers bereits weg. Jeder Spieler schaute auf sich und auf die Fehler des andern. Die Körpersprache negativ, die Kommunikation untereinander destruktiv. Ein Timeout und drei Zweiminutenstrafen gegen Appenzell brachte die Tigers bis zur 19. Minute wieder zurück ins Spiel. Zwar scheiterten die Winterthurer wiederholt aus bester Position, alleine Huwiler vergab fünf freie Würfe. Doch die Tigers konnten dank Liniger ein erstes Mal in Führung gehen. Diese Eintoreführung rettet Fröhlich mit seinem Tor vier Sekunden vor der Pause in die Halbzeit. Aber die Tigers hätten zu diesem Punkt schon viel höher führen sollen. Viele ganz frei Chancen wurden liegen gelassen und wenn in der Abwehr mal ein Ball gewonnen werden konnte, ging dieser jeweils postwenden verloren. Nach der Pause konnten die Tigers zum ersten und einzigen mal mit mehr als einem Tor in Führung gehen. Fortan pendelte sich der Vorsprung bei einem Tor ein. Die Torhüter spielten in dieser Phase gar keine Rolle. Weder Hauser im Tigerstor noch Graf bei den Appenzellern brachten eine Hand an den Ball. Die Mannschaften skorten abwechlsungsweise. Nach 42. Minute schafften die Gäste das Break. Liniger scheiterte und Thür brachte seine Farben wieder in Front. Diesen Vorsprung konnten die Tigers nicht mehr aufholen, zwar konnten sie durch Kiss nochmals ausgleichen, aber als Liniger vom Siebenmeterpunkt an Graf scheiterte, setzten sich die Gäste ab. Liniger verkam zur tragischen Figur, trotz 14 Toren (davon 7 Penaltys). Auf der anderen Seite spielte Thür gross auf, er erzielte insgesamt 15 Tore aus 20 Versuchen und das ohne einen Siebenmeter. Bis zur 50. Minute setzten sich die Gäste entscheidend ab. Auch eine Strafenflut änderte nichts mehr am Ergebnis. Die Tigers verloren völlig verdient. Über das ganze Spiel war es eine Nichtleistung des Teams. Nach dem schlechten Start wurde aus der Mannschaft eine Gruppe Einzelkämpfer, die sich selbstzerfleischte. Die Seen Tigers versagten im Kollektiv, kaum ein Spieler kam an seinen Leistungszenit. Das Spiel hätten die Winterthurer nicht verlieren müssen, der Gegner war handballerisch nicht ebenbürtig. Aber die Appenzeller waren ein Team, das zusammen kämpft, rannte und verdient siegte.

Die Seen Tigers haben jetzt eine Woche Zeit, um wieder zusammenzufinden, wenn sie das schaffen, gehören sie noch immer zu den Aufstiegsanwärtern.

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