H1: Lebenszeichen der Tigers

 Spielberichte Manager  11 Apr 2019   0 Comments
 

Die Seen Tigers gewinnen am letzten Wochenende drei von vier möglichen Punkten. Nach dem Sieg gegen Gossau resultierte in Siggenthal immerhin ein 27:27-Unentschieden.

Die Seen Tigers zeigten in beiden Partien das, was sie über Wochen vermissen liessen: Kampf, Einstellung, Siegeswillen. Richtig guten Handball spielten sie zwar nicht, doch sie liessen ganz alte Tigers-Attribute wieder aufblitzen. In der Deckung packten sie rustikal zu und standen solidarisch zusammen. Diese Deckung wurde angesichts des schmalen Kaders – die Tigers traten jeweils mit nur neun Feldspielern an – auf 6:0 umgestellt. Und diese defensive Variante funktionierte. Gossau am Freitag wie auch Siggenthal am Samstag hatten enorm Mühe, sich durchzusetzen.

Gegen Gossau reichte es schlussendlich zum Sieg, weil sich die Winterthurer auch in der Schlussphase abgezockt zeigten. Nicht wie in vielen Partien zuvor, als sie in den letzten zehn Minuten oftmals das Spiel aus der Hand gaben. Nach einer Fünf-Tore-Führung gewannen sie hochverdient gegen schwache Gossauer 24:21. Cedric Kiss, Christoph Meili und Philippe Oltmanns zeigten sich dabei für 20 der 24 Winterthurer Tore verantwortlich. Die beiden Flügel Meili und Oltmanns, die beide nach längerer Abwesenheit ihr Comeback gaben, standen sinnbildlich für die alte Tigersschule und den damit verbundenen Tigerssieg.

Ähnlich lief das Spiel am Samstag. Nach umkämpfter Startphase setzte sich der HSC Siggenthal bis zur 25. Minute auf 11:8 ab. Doch die Tigers reagierten mit einer Umstellung in der Offensive, Christoph Meili kam als zusätzlicher Rückraumspieler und erzielte selber zwei Tore zur 13:12-Pausenführung der Winterthurer.

Bis zur 55. Minute war das Spiel ausgeglichen, dann gelang es den Siggenthalern, sich auf zwei Tore abzusetzen. Dann unterliefen dem Heimteam aber zwei technische Fehler und die Tigers waren wieder im Spiel. Nicolas Meili glich das Spiel für die Winterthurer, die zum Schluss mit sieben Feldspielern agierten, drei Sekunden vor Spielende wieder aus.

Das Resultat war aber nebensächlich. Für viel mehr Gesprächsstoff sorgte die Aktion der Fans des HSC Siggenthal. Sie blockierten kurz vor Schluss den Ball, nachdem dieser ins Aus geflogen war, und versuchten so, den Winterthurern wertvolle Zeit zu klauen. Genützt hat es nichts, die Tigers führen dem HSC Siggenthal einen herben Dämpfer im Rennen um die Aufstiegsspiele zu.

Dank diesem erfolgreichen Wochenende verlassen die Winterthurer den letzten Platz. Nun folgen drei Wochen Pause, bevor die Tigers gegen Kreuzlingen und Fides St. Gallen die Saison mit zwei Heimspielen abschliessen.

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