H1: Punkte verschenkt

 Spielberichte Manager  17 Sep 2018   0 Comments
 

Die Seen Tigers verlieren das zweite Saisonspiel selbstverschuldet mit 28:31 (14:14) gegen die HSG Leimental. Nach dem Spiel war die Wut und gleichzeitig die Enttäuschung über die eigene Leistung in der letzten Viertelstunde extrem gross, in welcher die Winterthurer einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand gaben.

Im Gegensatz zum Startspiel gegen die SG Kloten kamen die Seemer gegen die Basler gut in die Partie. Aus einer aggressiven Deckung wurden Ballgewinne gekonnt in einfache Kontertore umgemünzt, so dass es nach fünf Minuten bereits 5:2 zu Gunsten der Tigers stand. Ohne Not wurde ab der 20. Minute die bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Führung jedoch aus der Hand gegeben. Überhastete Abschlussversuche, Undiszipliniertheiten und nachlässige Chancenverwertung brachten die Leimentaler zurück in die Spur. Nur mit grösster Mühe konnte ein Rückstand in der Pause abgewendet werden und so wechselten die Teams beim Stand von 14:14 die Seiten.

Auch der Start in den zweiten Umgang gelang den Tigers. Bis zur 46. Minute spielte die Mannschaft offensiv geduldig sowie in der Abwehr aggressiv und solidarisch. 22:18 lautete zu diesem Zeitpunkt das Verdikt; die Winterthurer hatten das Spiel und den Sieg in den eigenen Händen. Wie in der ersten Halbzeit folgte auf eine gute Spielphase eine schlechtere. Erneut musste ein nicht erklärbarer Einbruch verzeichnet werden und so gelang den Gästen schnell der Ausgleich und dann die Führung. Entgegen dem Szenario in Halbzeit eins konnte die Mannschaft von Trainer Cho nicht mehr reagieren; die Basler machten den Deckel drauf und tüteten die zwei Punkte routiniert ein.

Die Tigers müssen sich nach dem Spielschluss selber vorwerfen, zwei Punkte fahrlässig verschenkt zu haben. Es genügt nicht, 30 Minuten guten Handball zu spielen. Sollen solche Spiele in Zukunft gewonnen werden, muss eindeutig mit mehr Disziplin agiert werden. Die neu zusammengestellte Mannschaft darf diese Niederlage durchaus als Lehrstunde werten, sollte jedoch auch die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Die zwei verlorenen Punkte könnten in der Endabrechnung im Kampf um die Finalrunde noch schmerzhaft vermisst werden. Glücklicherweise bleibt den Tigers jedoch noch Zeit, Kurskorrektur zu betreiben. Die nächste Partie geht bereits am nächsten Samstag um 20.00 gegen den HSC Siggenthal in der Winterthurer Mattenbachhalle über die Bühne. Gegen den Absteiger aus der NLB sind die Seemer eindeutig in der Underdog-Rolle; doch vielleicht behagt genau dieses Szenario dem Team von Chi Hyo Cho besser als diejenige am vergangenem Samstag, als man nach 46 Minuten fast schon wie der sichere Sieger aussah.

 

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