H1: Tigers äusserst bescheiden

 Spielberichte Manager  12 Nov 2018   0 Comments
 

Die Seen Tigers kommen beim Zweitletzten Kloten Handball nicht über ein 31:31-Unentschieden hinaus. Die Tigers zeigten eine desolate Leistung, trotzdem hätten sie das Spiel gewinnen müssen.

Eine Rudelbildung nach dem Abpfiff war das höchste an Gefühlen, das die Seen Tigers an diesem Samstagabend aufbrachten. Ansonsten war es ein pomadiger, emotionsloser und vor allem arroganter Auftritt des Tabellenführers. Die Deckung bewegte sich kaum, die Torhüter kriegten in den 60 Minuten gerade mal vier Bälle zu fassen und in der Offensive spielten sich die Rückraumspieler den Ball zu und hofften, es geschehe was. Einzig die Linienspieler kamen auf vernünftige Quoten.

Trotzdem führten die Tigers nach zehn Minuten 6:4 und durften kurz darauf während 111 Sekunden mit zwei Spielern mehr agieren. Doch nicht mal in der doppelten Überzahl brachten die Tigers etwas zu Stande. Die Klotener nutzen die doppelte Unterzahl, um das Spiel wieder auszugleichen.

Genug für Trainer Chi-hyo Cho, er zog seine grüne Karte und wechselte das Gros der Mannschaft aus. Und dies mit Erfolg, die Tigers bewegten sich etwas mehr in der Abwehr und reüssierten mit schnellem Umschaltspiel. Bis zur Pause führten die Winterthurer 19:14.

Nach der Pause spielten die Tigers im gleichen Stil weiter. Bis zur 40. Minute zogen sie vermeintlich vorentscheidend auf 26:18 davon. Doch dann stockte der Tigersmotor erneut. Die Klotener spielten immer wieder über ihren massigen Kreisläufer, sobald dieser den Ball hatte, liess er sich fallen und provozierte so immer wieder Penaltys. Ein Problem, das die Tigers nie in den Griff kriegten.

Das andere grosse Problem der Winterthurer war, dass die Aufholjagd der Klotener nie ernstgenommen wurde. Mit der Arroganz eines Spitzenreiters liefen die Seen Tigers sehenden Auges ins Verderben. Dass die Regelauslegung in den letzten 10 Sekunden etwas gar grosszügig zu Gunsten der Gastgeber ausfiel, haben sich die Klotener durch einen beherzten Auftritt verdient. Sie zeigten, was sie konnten, die Winterthurer hingegen zeigten einen ganz schlechten Auftritt, für den sie eigentlich keine Punkte verdient hätten.

Noch führen sie die Tabelle an, doch nächste Woche müssen die Seen Tigers nach Oberwil zum Spitzenkampf gegen die HSG Leimental, dem einzigen Team, welches die Seen Tigers bezwingen konnte.

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