H1: Tigers in der Krise

 Spielberichte Manager  25 Mrz 2019   0 Comments
 

Die Tigers enttäuschen auch gegen die zweite Mannschaft von Fortitudo Gossau. Nach einem blutleeren Auftritt müssen sich die Winterthurer mit 24:30 geschlagen geben.

Nach dem Spiel blieben die Garderobentüren beider Teams lange zu. Aus der einen drangen laute Musik und wummernde Bässe, es war nicht diejenige der Tigers. Aus der Kabine des Heimteams hörte man nur Trainer Chi-Hyo Cho.

Die Tiger steckten gegen Fortitudo Gossau eine bittere 24:30-Niederlage ein. Es war ein motivationsloser, ja gar leerer Auftritt des einstigen Spitzenerstligateams. Kaum Bewegung in der Defensive, kaum zwingende Aktionen in der Offensive, dabei wäre der Gegner keinesfalls besser gewesen. Die Gossauer reisten mit vielen Junioren zum Auswärtsspiel nach Winterthur.

In der ganzen ersten Halbzeit gelang es keinem Team, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Die Defensivreihen kriegten nichts zu packen, das Toreschiessen wurde auf beiden Seiten relativ einfach gemacht. So ging es mit 15:15 in die Pause.

Deutlich besser starteten die Winterthurer in die zweite Halbzeit, nach wenigen Minuten führten sie mit 18:16 und hatten die Chance, auf 19:16 davonzuziehen. Doch das Aufbäumen war schnell vorbei, die Tigers machten die Fehler, die Gäste die Tore. Nach 45 Minuten führte Fortitudo Gossau mit 21:20, nach 54 war das Spiel beim Stand von 27:22 entschieden.

Der Auftritt der Tigers war, wie bereits in der ganzen Rückrunde, äusserst bescheiden. Folgerichtig finden sie sich am Tabellenende wieder.

Klar haben die Winterthurer im Winter mit Singler ihren Spielmacher abgegeben, ohne ihn adäquat ersetzen zu können. Klar fehlt Nussli weiterhin verletzungsbedingt und klar ist die Ausgangslage schwierig, die Tigers haben den Ligaerhalt bereits im Winter gesichert und für den Aufstieg ist der Kader deutlich zu schwach. Folglich geht es nur noch darum, die Saison würdig zu Ende zu spielen. Dafür braucht es aber ein Mindestmass an Motivation und Bereitschaft. Das darf man auch in dieser Situation erwarten und dies hätte gereicht gegen die sehr jungen Gossauer. Nun haben die Tigers noch fünf Runden vor sich, um zu zeigen, dass sie Handball spielen können und vor allem wollen. Verlieren darf man, so verlieren eigentlich nicht.

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