H1: Zurück auf der Siegesstrasse

 Spielberichte Manager  26 Nov 2018   0 Comments
 

Die Schlusssirene erklang – der Ball schlug zu spät im Tor ein – der Auswärtssieg der Tigers war Tatsache (30:29). Die Erleichterung auf der Seite der Seen Tigers war gross, da mit diesem Erfolg die Negativserie (zwei sieglose Spiele) durchbrochen wurde und eine Rehabilitation für den beschämenden Auftritt der Vorwoche gegen Leimental gelang. Mit diesem Sieg halten die Seemer nicht nur Kontakt zur Tabellenspitze, sondern qualifizierten sich gleichzeitig definitiv für die Finalrunde und entledigen sich somit sämtlicher Abstiegssorgen.

Dass die Winterthurer als Sieger vom Platz gehen würden, durfte zumindest in der Startphase arg bezweifelt werden. Der Auftakt in die Partie gelang wie im letzten Spiel alles andere als optimal. Nussli und Captain Nicolas Meili schossen Siggenthal-Hüter Spuler in den ersten fünf Minuten regelrecht warm und so führten die Aargauer schnell mit drei Toren. Bei Hälfte des Umgangs waren jedoch auch die Tigers im Spiel angekommen. Bemerkenswert war, wie ruhig die Seemer blieben und sich vom phasenweise hektischen Tempospiel der Gastgeber nicht anstecken liessen. Routiniert wurde Tor für Tor aufgeholt und kurz vor der Pause netzte Nussli, welcher zum Schluss mit elf Vollerfolgen Topscorer seines Teams war, zum 12:14 ein.

Der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und der Siegeswille waren in der Pausenansprache deutlich spürbar und so kamen die Tigers siegeshungrig aus der Kabine zurück. Innert weniger Minuten wurde das Spiel gedreht und auf psychologischer Ebene wurde offensichtlich: Siggenthal musste, Seen durfte. Mit Spielfreude, Routine und der notwendigen Lockerheit setzten sich die Tigers auf vier Längen ab und sahen zehn Minuten vor Spielende wie der sichere Sieger aus (24:20). Vier Zeitstrafen und eine damit verbundene doppelte Unterzahl schienen den Aargauern nochmals Hoffnung zu verschaffen. Doch just in diesem entscheidenden Moment tankte sich Oltmanns auf der rechten Seite durch und provozierte so einen Strafwurf, den Christoph Meili stilsicher im Tor unterbrachte. In den letzten fünf Minuten flatterten jedoch auf Seiten der Gäste nochmals die Nerven. Innerhalb von kurzer Zeit wurde der Vorsprung von drei Toren preisgegeben. Zwei Minuten vor Spielende stand das Spiel auf Messers Schneide, soeben hatte Topskorer Marius Moser für seine Farben den Ausgleich erzielt. Es war Routinier Sharr Ramadani vorbehalten, mittels eines sensationell ausgeführten Kunstwurfs das entscheidende Tor zu markieren. Ein technischer Fehler im folgenden Angriff knickte die letzten Hoffnungen auf einen Punkt der Siggenthaler. Die nachfolgende offensive Deckung zeigte keine Wirkung; das von den Schiedsrichtern geahndete passive Spiel kam dann zu kurz vor der Schlusssirene.

Für die Tigers steht nun eine dringend benötigte Pause auf dem Programm. Viele Spieler plagen sich mit kleineren Blessuren herum. Diese gilt es bis zum Derby am 6. Dezember 2018 auswärts gegen die SG Andelfingen auszukurieren und dann mit drei Spielen innert neun Tagen die letzte Tranche des Qualifikationsprogrammes in Angriff zu nehmen.

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